Der akute Schulterschmerz

Diagnostik und Therapie im MedCenter 360° Berlin-Steglitz

Ursachen und Symptome

Akute oder häufig wiederkehrende Schmerzen am Schultergelenk – speziell beim Anheben des Armes, bei Überkopfarbeit oder beim Hinter-den-Rücken-fassen, sind Beschwerdebilder, die zunächst einer konservativ-symptomatischen orthopädischen Therapie bedürfen. Dieser Symptomkomplex wurde lange unter dem Sammelbegriff „Periarthropathia humeroscapularis“ zusammengefasst. Die Ursachen dieser Schmerzsymptomatik sind allerdings vielfältig und bedürfen einer differenzierten Diagnostik.

Das Schultergelenk ist ein komplexes Gelenk mit vielen Bewegungsfreiheiten und wird von einem kräftigen Muskel- und Sehnenmantel umgeben und von einem knöchernen Dach bedeckt.

Die häufigste Ursache akuter Schulterschmerzen ist das sogenannte Engpass-Syndrom (Impingementsyndrom) unter dem Schulterdach bedingt durch einen kleinen knöchernen Sporn, der bei Seitwärtsbewegung des Armes eine Schleimbeutelentzündung auslösen kann und Druck auf die Rotatorenmanschette ausübt. Auch ohne Unfall kann es hierbei, gerade bei älteren Patienten, zu Rissen der Rotatorenmanschette (= Muskel-Sehnen-Kappe der Schulter) kommen, die dann auch eine aktive Bewegungseinschränkung bewirken. Unfallbedingt können akute Risse der Rotatorenmanschette auftreten. Bei einer Schulterluxation (Auskugeln des Schultergelenkes) kann es zu Verletzungen im Bereich der Schulterpfanne bzw. der Gelenklippe (Bankart-Läsion) kommen.

Die Erstdiagnostik bei akuten Schulterschmerzen besteht in der Sonographie (Ultraschalluntersuchung) und einer Röntgenuntersuchung. Hierbei kann bereits sehr genau auf die Ursache der Schmerzsymptomatik geschlossen werden. Sowohl die Rotatorenmanschette (= Muskel-Sehnen-Kappe der Schulter) als auch das Schulterdach und eventuell entzündete Schleimbeutelveränderungen können sehr genau lokalisiert und in der Ausdehnung erkannt werden. 

Möglicherweise vorhandene Kalkdepots kommen ebenfalls zur Darstellung. Speziell bei Schulterluxationen (Auskugeln des Schultergelenkes) und Schulterschmerzen nach einem Unfall empfiehlt sich die Durchführung einer kernspintomografischen Untersuchung (MRT), weil hierbei die Ausdehnung von Rotatorenmanschettenrissen oder eine eventuelle Gelenklippenverletzung genau dargestellt werden können.

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