Der Knochen besteht aus knochenaufbauenden und knochenabbauenden Zellen und befindet sich daher in einem ständigen Umbauprozess. Bis etwa zum 40. Lebensjahr sind die knochenaufbauenden Zellen schneller als die knochenabbauenden Zellen, die Knochendichte nimmt in Abhängigkeit von Lebensgewohnheiten wie Ernährung und Bewegung zu, der Knochen muss genutzt werden. Ab etwa dem 40. Lebensjahr werden die knochenaufbauenden Zellen langsamer, die Knochenmasse nimmt durch das Überwiegen der Knochenabbauzellen ab. Viele Erkrankungen, z.B. aus dem Bereich der inneren Medizin, können eine Osteoporose begünstigen. Östrogene bremsen den Knochenabbau, so dass bei Frauen in den Wechseljahren der Knochenabbau beschleunigt wird. Männer haben damit keine Probleme, erkranken aber etwa 10 Jahre später ebenfalls an Osteoporose.
Osteoporose spürt man nicht. Mögliche Anzeichen sind eine Abnahme der Körpergröße, die Beine bleiben gleich lang, der Rumpf wird kürzer und gebeugter. Häufig wird Osteoporose erst durch einen Knochenbruch an der Wirbelsäule oder an der Hüfte nach einem Bagatelltrauma bemerkt. Ein Wirbelkörperbruch schränkt die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems schlagartig ein, da u.a. das Atemvolumen abnimmt. Im Alter von 70 Jahren überlebt jeder fünfte Patient einen Oberschenkelhalsbruch nicht.
Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose der Osteoporose wichtig. Sie besteht aus einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung, einer Knochendichtemessung und gegebenenfalls einer Laboruntersuchung.

WANN IST EINE OSTEODENSITOMETRIE SINNVOLL?
Eine Knochendichtemessung wird empfohlen bei
- Frauen, insbesondere in den Wechseljahren
- Männer ab 70 Jahren
- Personen mit Osteoporose in der Familie ab etwa 60 Jahren
Risikofaktoren wie genetische Veranlagung, Lebensstil und bestimmte Medikamente spielen ebenfalls eine Rolle.
Wenn Sie Ihr individuelles Osteoporoserisiko genauer einschätzen möchten, füllen Sie den Fragebogen aus.
OSTEOPOROSE-RISIKOTEST
Alter, Geschlecht und genetische Veranlagung sind ebenso Risikofaktoren wie bestimmte Krankheiten oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Langfristig ist auch unser Lebensstil entscheidend - wie und wie viel wir uns bewegen oder was wir essen. Kurz: Wie wir mit uns und unserem Körper umgehen.
Zu wenig Bewegung zum Beispiel belastet Muskeln und Knochen. Ernährungsgewohnheiten können zu einem Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen führen. Kein Mensch ist wie der andere, aber es gibt Anhaltspunkte - der Test soll Ihnen Orientierung geben.
KNOCHENDICHTEMESSUNG:
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Die Standardmethode ist die Dual-Energy-Röntgen-Absorptiometrie (DXA). Mit Hilfe von Röntgenstrahlen wird die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und am oberen Teil des Oberschenkelknochens gemessen.
- Sehr geringe Strahlenbelastung für den Körper
- die Untersuchung dauert nur wenige Minuten
- Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft
WAS IST EINE OSTEODENSITOMETRIE?
Wenn Sie aufgrund der Osteoporose-Risikoanalyse oder aus anderen Gründen den Verdacht haben, dass bei Ihnen eine Osteoporose vorliegen könnte, sollten Sie die Möglichkeit einer Knochendichtemessung nutzen, bei der der Mineralsalzgehalt Ihrer Knochen gemessen wird. Als Goldstandard, also Standarddiagnostik, gilt die DXA-Messung (Dual Energy X-ray Absorptiometry), eine spezielle Röntgentechnik, die meist an der Lendenwirbelsäule und Oberschenkelknochen eingesetzt wird.
Die DXA-Messung ist die einzige Methode zur Knochendichtemessung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Dachverband Osteologie e.V. empfohlen wird. Für sie liegen ausreichend Referenzwerte vor, d.h. es wurden bereits viele Osteoporose-Patienten mit dieser Methode untersucht, so dass eine genaue Einordnung des Messergebnisses möglich ist.
Hinweis: Einige Arztpraxen und auch Apotheken bieten auch Knochendichtemessungen mittels quantitativem Ultraschall (QUS) oder quantitativer Computertomographie (QCT) an. Diese Untersuchungen sind bisher nicht zu empfehlen, da die Messung beim QUS an der Ferse erfolgt und für die wichtigen Regionen Lendenwirbelsäule und Hüfte recht ungenau ist. Bei der QCT ist die Strahlenbelastung höher, die Vergleichbarkeit zweier QCT-Messungen zur Therapiekontrolle ist weniger valide. Beide Methoden spielen daher bisher nur eine untergeordnete Rolle und sind weniger aussagekräftig als die DXA-Knochendichtemessung, können aber ebenfalls eine erste Aussage über das Osteoporoserisiko liefern.
VORTEILE AUF EINEN BLICK
- Sichere Früherkennung von Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen für eine optimale Prävention
- Schonende Untersuchung mit geringer Belastung und hoher Genauigkeit
- Verlaufskontrolle für individuellen Therapieerfolg
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FAQ:
ABLAUF DER KNOCHENDICHTEMESSUNG
Die Vorbereitung auf eine DXA-Messung ist unkompliziert und erfordert keine besonderen Maßnahmen. Die Patientinnen und Patienten müssen nicht nüchtern sein und können ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Vor der Untersuchung sollten jedoch alle metallischen Gegenstände wie Schmuck oder Gürtel abgelegt werden, da diese das Ergebnis beeinflussen können.
Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer flachen Liege, während ein Scanner langsam über den Körper fährt, insbesondere über die Wirbelsäule und die Hüften. Die Messung ist schmerzlos. Je nach Risikokonstellation oder zur Verlaufskontrolle unter Therapie wird die Messung in entsprechenden Zeitabständen wiederholt, um Veränderungen der Knochendichte zu überwachen.
AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
Die Auswertung der Messwerte der Knochendichtemessung am DXA-Gerät ergibt in Verbindung mit vielen anderen Parametern wie Alter, Geschlecht, Risikofaktoren und Vorerkrankungen eine Beurteilung, ob ein erhöhtes Frakturrisiko im Sinne einer Osteoporose vorliegt. Ist dies der Fall, werden umfangreiche Laboruntersuchungen zur Diagnostik möglicher sekundärer Ursachen einer Osteoporose und zur individuellen Therapieplanung durchgeführt.
WIE KANN ICH MEINE KNOCHENDICHTE VERBESSERN?
Solange sich unser Körper in der Knochenaufbauphase befindet, können wir durch eine knochengesunde Ernährung und körperliche Aktivität unsere Knochendichte verbessern. Hinweise dazu finden Sie im Merkblatt Verhaltensempfehlungen bei Osteoporose. Wenn die Knochendichte um das 40. Lebensjahr ihren Höhepunkt überschritten hat und zu sinken beginnt, kann der Knochendichteverlust durch Ernährung und Bewegung verlangsamt werden. Eine Erhöhung der Knochendichte ist durch Sport und Ernährung allein jedoch nicht möglich. Dazu bedarf es einer individuellen Therapie, bei der Sie einer unserer osteologisch geschulten Ärzte beraten und betreuen kann.
Bei der Therapie der Osteoporose denken wir in langen Zeiträumen von Jahren. Mit modernen Methoden ist es möglich, die Knochendichte zu erhöhen, aber noch wichtiger ist die Vermeidung von Knochenbrüchen, die die Lebensqualität und die körperliche Leistungsfähigkeit massiv einschränken.
HORMONE IN DEN WECHSELJAHREN?
In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke die Produktion von Östrogen ein. Durch den Wegfall der knochenschützenden Wirkung der Östrogene kommt es bei vielen Frauen innerhalb weniger Jahre zu einem deutlichen Verlust an Knochenmasse. Damit stellt sich die Frage nach der Einnahme von Östrogenen, um diesen Verlust zu verhindern.
Nutzen von Hormonen:
- Linderung von Wechseljahresbeschwerden
- Verringerung des Risikos von Knochenbrüchen
- Verminderung des Risikos für Dickdarmkrebs
Risiken:
- Erhöhtes Thrombose- oder Embolierisiko
- Erhöhung des Schlaganfallrisikos
- Erhöhung des Brustkrebsrisikos.
Die Entscheidung zur Hormontherapie sollte individuell mit dem Gynäkologen getroffen werden.
Bewegung ist wichtig!
Muskeln erschlaffen, wenn sie nicht trainiert werden. Das Gleiche gilt für den Knochen. Um seine volle Tragfähigkeit und Bruchfestigkeit zu erhalten, ist er auf ständiges Training angewiesen. Alle Bewegungen, bei denen Muskeln Zug und/oder Druck auf den Knochen ausüben, stärken den Knochen. Vor allem eine ständig wechselnde Belastung regt den Knochen an, seine Struktur in diesem Bereich zu festigen und damit widerstandsfähiger, also weniger „bruchanfällig" zu werden. Schon regelmäßiges zügiges Gehen, vor allem Walking, wirkt sich günstig aus. Vor allem durch kontrolliertes Krafttraining können gefährdete Knochenbereiche gezielt aufgebaut und gestärkt werden. Es gibt viele krankengymnastische Übungen, die Koordination, Muskelkraft und Gangsicherheit gezielt verbessern können und die man selbst oder mit Hilfe eines Physiotherapeuten durchführen kann. Bewegung und Kräftigung der Muskulatur sind besonders wichtig, wenn es bereits zu Knochenbrüchen gekommen ist. Ungünstige Krafteinwirkungen, die sogar zu weiteren Brüchen führen können, sind zu vermeiden, rückenschonende Bewegungsabläufe sind zu fördern, z.B. beim Heben von Gegenständen in die Hocke gehen, statt sich zu bücken.
Jede Art von körperlicher Aktivität hilft, die Koordination zu verbessern und Stürze zu vermeiden. Krafttraining stärkt auch die Knochen. Vermeiden Sie ungünstige Krafteinwirkungen.
Stürzen vorbeugen!
Ab dem 65. Lebensjahr steigt das Risiko für Knochenbrüche mit jedem weiteren Lebensjahrzehnt sprunghaft an. Ursache dafür ist neben der abnehmenden Knochenmasse und der damit einhergehenden Anfälligkeit für Knochenbrüche auch ein erhöhtes Sturzrisiko. Doch Stürze müssen nicht sein. Hier die wichtigsten Maßnahmen, mit denen Sie sich schützen können:
- Vermeiden oder beseitigen Sie Stolperfallen in der Wohnung: (lose, rutschende Teppiche, hochstehende Teppichecken, herumliegende Kabel).
- Stühle und Betten nicht zu hoch oder zu niedrig einstellen. Eventuell Toilettensitz erhöhen.
- Treppen sollten möglichst auf beiden Seiten einen Handlauf haben.
- Stabile Schuhe und Hausschuhe tragen.
- Benutzung von Gehhilfen (Stock, Gehstütze, Rollator, Gehwagen).
- Schützen Sie sich vor Oberschenkelhalsbrüchen durch das Tragen von Hüftprotektoren („Sturzhelm für die Hüfte"). Sie absorbieren bei einem Sturz auf die Hüfte die Aufprallenergie und können die Zahl der Schenkelhalsfrakturen um 60 % reduzieren.
- Vorsicht bei Glatteis. Stellen Sie sicher, dass gestreut wird.
- Für gute Sicht sorgen. Sehschwächen behandeln lassen, alle Wohnräume gut beleuchten, besonders nachts auf dem Weg zur Toilette.
- Vorsicht bei der Einnahme von Psychopharmaka, Beruhigungs- und Schlafmitteln. Sie können zu Gangunsicherheit führen.
- Vorsicht bei der Behandlung von Bluthochdruck, Vermeidung einer ungewollten drastischen Blutdrucksenkung mit Schwindel, Gangunsicherheit und Sturzgefahr.
- Gefahr von Unterzuckerung bis zur Bewusstlosigkeit bei Diabetikern (Störung des Zuckerstoffwechsels) unter medikamentöser Behandlung (Tabletten oder Insulinspritzen). Regelmäßige Mahlzeiten einhalten.
- Gezielte Krankengymnastik, aber auch jede andere Form körperlicher Bewegung fördert nicht nur den Knochenaufbau, sondern verbessert auch die Koordination und damit die Gangsicherheit. Selbst wenn es dennoch zu einem Sturz kommt, sind die Folgen bei gut trainierten Menschen deutlich geringer als bei untrainierten.
KOSTEN UND KOSTENÜBERNAHME DER KRANKENKASSEN
Wir bieten die Knochendichtemessung ausschließlich als Selbstzahlerleistung an. Die Kosten werden von den Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen übernommen. Wir empfehlen Ihnen, sich diesbezüglich bei Ihrer Krankenkasse zu informieren.
Kontaktieren Sie uns: Wir beantworten Ihre Fragen und kümmern uns um einen zeitnahen Termin.